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Herbstlauf Schutterwald 2011

Mein Laufbericht vom Herbstlauf des LFV Schutterwald 2011

Nachdem ich am Mittwoch auf der Baggerseerunde im Offenburger Stadtwald meine persönliche Bestzeit über 10 Kilometer auf 53:40 verbessern konnte, war heute beim Herbstlauf in Schutterwald nochmal eine richtig dicke Verbesserung drin.

Auf dem Weg zum Waldstadion nach Schutterwald lies sich sogar zeitweise die Sonne blicken. Kurz vorher hatte es bereits aufgehört zu regnen und angenehm kühle 12°C waren somit beste Vorraussetzungen für einen coolen Herbstlauf. Startnummer abgeholt, umgezogen - heute mal ganz in schwarz, kurz warm gelaufen und ab zum Start.

Vom Startschuss etwas überrascht und von der Pulsuhr etwas überfordert trieb ich erstmal das gesamte Läuferfeld aus dem Waldstadion raus auf die mir unbekannte Strecke im Schutterwälder Wald (klingt vielleicht komisch, ist aber so). Kurz danach fand ich mich in einer etwa achtköpfigen Läufergruppe wieder, die genau zu dem von mir geplanten Tempo für die erste Streckenhälfte passte. Als Ziel hatte ich mir lediglich eine Zeit unter 54 Minuten vorgenommen; die erste Streckenhälfte sollte deshalb in etwa 27:30 erreicht sein. Die Pace in der Gruppe schwankte allerdings so enorm, dass ich bei Kilometer 4 die Führung in der Gruppe übernahm und etwas auf die Tube drückte um im Plan zu bleiben. Die 5 Kilometermarke passierte ich dann in 27:07 - alleine.

Das Tempo noch etwas steigernd lief ich kurz nach Kilometer 6 auf ein Läuferpaar auf, denen ich mich zum zwischenzeitlichen Verschnaufen kurz an die Fersen heftete und etwas Tempo rausnahm. Aber irgendwie lief es sich hierbei gefühlt etwas unrund, deshalb setzte ich mich recht zügig auch von diesen beiden wieder ab.

Ab Kilometer 8 setzte wieder leichter Regen ein, was mir sehr entgegen kam. Denn im Gegensatz zur Temperatur war mein Puls alles andere als niedrig. Zwar erreichte er nicht die Regionen wie beim Kinzigtallauf vor 4 Wochen, trotzdem schnaufte ich wohl wie Emma, die alte Dampflok von Lukas dem Lokomotivführer aus Lummerland, denn einige der Läufer, die ich in diesem Abschnitt überholte, drehten sich erschrocken nach mir um. Muss mir das zu denken geben?

Für den letzten Kilometer schmiss ich dann die letzte Schippe verbliebener Kohlen ins Feuer. Knapp hinter mir war plötzlich die Dame von Kilometer 6, die wohl ihrerseits ebenfalls einen ordentlichen Endspurt hinlegen wollte. Davon getrieben und angefeuert von der Stimmung im Stadion lies ich mir natürlich jetzt die Butter nicht mehr vom Brot nehmen - und schon gar nicht von einem Mädel!

Im Ziel zeigte die Uhr 51:49 Minuten - da war ich schon ein wenig stolz. Wie schnell könnte ich eigentlich sein, wenn ich noch 10 Kilo weniger hätte...?

Zum Abschluss gab's dann noch einen Becher Tee (Glühwein wäre vielleicht auch nicht die schlechteste Idee gewesen) und natürlich die obligatorische Banane.

Fazit: Dieser Lauf hat mir sehr gut gefallen. Großes Lob an den Veranstalter. Die Strecke war gut präpariert, angenehm flach und schnell zu laufen. Auch die Stimmung im Stadion war trotz des Regenwetters absolut genial.
Der "langsamste" Läufer war übrigens nach 1:03:41 im Ziel.

Im nächsten Jahr wieder? Klar!