
Heute nachmittag hat es erst ganz zögerlich begonnen und wurde dann immer stärker. Der Blick aus dem Bürofenster lies die Vorfreude auf den anstehenden Nachtlauf um das gefühlt 10fache ansteigen. Schnee. Hurra, endlich! Wurde ja auch Zeit. Zum ersten mal für dieses Jahr konnte ich einen Lauf im Schnee machen. Kurz nach 22:00 Uhr ging es los.
Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, was mich an Schnee so fasziniert. Ist es der Anblick der unberührten Schneedecke auf der Straße vor mir und die Gewissheit, dass ich dort gleich als Erster meine Spuren hinterlassen werde? Ist es dieses Glitzern, wenn das Mondlicht mit den Schneekristallen spielt? Ist es das sanfte Knirschen des Schnees unter den Laufschuhsohlen? Oder sind es die eiskalten Nadelstiche, die man spürt, wenn die Schneeflocken die warme Haut im Gesicht treffen? Nun, ich vermag dies nicht zu sagen.
Der helle Mondschein tauchte die Landschaft in ein diffuses Licht; auf die Stirnlampe konnte ich so weitestgehend verzichten. Kein Auto, kein Fahrrad, kein Walker war unterwegs. Nur einmal wurde diese friedliche Stille von Geräuschen aus einem nahem Feld unterbrochen. Erst dachte ich es wäre die Wildsau und lief vorsichtshalber etwas schneller. Aber dann kreuzten zwei Rehe meinen Weg - in Anmut und Grazie nur sehr schwer von mir zu unterscheiden. Allerdings trugen sie keine Stirnlampen.
Und weil's so schön war, habe ich spontan den geplanten Stundenlauf um eine halbe Stunde verlängert und damit den langen Lauf vom Sonntag vorgezogen. Zwar nicht im angestrebten Lalala-Tempo, sondern etwas flotter, aber dafür werde ich den nächsten Lauf wieder etwas ruhiger angehen. Mal sehen: Vielleicht hab ich Glück und es wird wieder ein Schneelauf...
Kommentare
Argh, Schnee. Kalt. Ich bin
Ach, mit einem Buff vor Mund
Nää, ich bin da eine Memme. :