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Ortenauer Laufnacht 2014

Ortenauer Laufnacht 2014 (Foto: © Running Team Ortenau)

Mein Laufbericht von der Ortenauer Laufnacht in Willstätt-Sand

Nachdem ich mit Erschrecken festgestellt habe, dass es mit meiner Teilnahme am diesjährigen Hoch3-Firmenlauf in Offenburg auf Grund einer Terminüberschneidung nichts werden würde, musste kurzfristig eine Ersatzveranstaltung her. Fündig wurde ich in Willstätt-Sand, wo das Running Team Ortenau die 1. Ortenauer Laufnacht veranstaltete. Ein gemütlicher After-Work Lauf über 10 Kilometer sollte es werden. So der Plan.

Ein Mitstreiter war ebenfalls schnell gefunden: Jürgen, der schon beim Halbmarathon in Freiburg mit von der Partie war, würde auch diesmal wieder mit mir zusammen als LG Rückenwind seine Fußspuren in den Asphalt brennen.

Vereinbarter Treffpunkt war die Sporthalle bei Start und Ziel, etwa um 19 Uhr. Also eine Stunde vor dem Start des Hauptlaufes. Ich schaffte es auch fast pünktlich; konnte um kurz nach 19 Uhr einen wunderschönen Parkplatz für mein kleines rotes Racing-Mobil nur etwa einen Kilometer von der Halle entfernt ergattern. Nach kurzem Fußmarsch traf ich Jürgen und seinen persönlichen One-Woman-Fanclub in besagter Halle, wo ich dann auch meine Startnummer und die prall gefüllte Startertüte in Empfang nehmen konnte. Trotz des langen Weges entschloss ich mich dazu, nochmal zurück zum Auto zu laufen. Zum einen wollte ich die schwarzen Kompressionsstrümpfe gegen kurze Socken tauschen, um die Kühlung "untenrum" etwas zu verbessern. Außerdem konnte ich dann auch die Tüte ins Auto packen, dann müsste dem Jürgen seine Frau die nicht die ganze Zeit mit sich rumtragen. Auf dem Weg zum Auto kam mir dann auch noch die blendende Idee, mich mit einer Sonnenbrille gegen die tiefstehende Sonne zu wappnen.

Wieder zurück an der Halle entschied ich, dass drei stramm gegangene Kilometer zum Aufwärmen ausreichen müssen.

Kurz nach 20 Uhr war es soweit. Der Startschuss schickte uns zusammen mit rund 250 Startern auf Strecke. Als ob es kein Morgen gäbe, raste die Meute los. Selbst im hinteren Teil des Feldes, da wo wir liefen, lag die Anfangspace deutlich unter 6 Minuten. Den ersten Kilometer piepste meine Uhr nach 5:16 Minuten ab; es blieb der langsamste der 10.

Die gut markierte Strecke hatte mehr Kurven zu bieten, als der Formel-1-Kurs von Monaco und schlängelte sich so auf überwiegend asphaltierten 2,5 Kilometern Länge durch Sand, bis es wieder am Start-Ziel-Bereich vorbeiging. Am Ende jeder Runde gab es kühlendes Aqua zur Erfrischung.

Die Stimmung unterwegs war prächtig. Überall standen Zuschauer an der Strecke und feuerten die Läufer an. Dabei war es egal, ob man ein Local Hero war oder von auswärts kam. Auch für Musik war gesorgt.

Die Idee mit der Sonnenbrille war übrigens ein Schuss in den Ofen. Die tiefstehende Sonne blendete an manchen Stellen auf der Strecke trotzdem extrem. Mit Sonnenbrille blendete sie nur etwas dunkler.

Schon allein wegen des winkligen Streckenlayouts verschwendete ich im Vorfeld keinen Gedanken an eine "gute" Zeit. Ein Trugschluss, wie sich herausstellen sollte. Nach der 2. Runde, die mitgeführte Elektronik zeigte eine relativ konstante Pace unter 5:00 an, kam mir zum ersten mal der Gedanke, dass es eventuell doch für eine "gute" Zeit reichen könnte. Nach der dritten Runde wurde daraus der Gedanke an eine "richtig gute" Zeit, sofern in der letzten Runde nicht doch noch ein Einbruch käme. Kam er aber nicht.

Am Schluss lief ich nach 49:42 Minuten ins Ziel. Hurra, neue persönliche Bestzeit! Jürgen war mit 49:43 Minuten direkt hinter mir; ich hatte die Sekunde aus Freiburg also wieder zurück. An einer Zeit unter 50 Minuten über 10 Kilometer bin ich 2012 mehrfach gescheitert. 2013 hab ich es aus Zeit- und Volkslaufmangel gar nicht erst probiert. Aber offensichtlich hat mir das Täglichlaufen, dem ich mich seit Jahresbeginn hingebe, richtig was gebracht.

Mein Fazit für die 1. Ortenauer Laufnacht: Doppelplusgut! Im nächsten Jahr werde ich auf jeden Fall wieder mit dabei sein wollen.

Kommentare

Bild des Benutzers Jürgen Schley
Hab mich wieder köstlich amüsiert. Danke für das Laufevent und den tollen Bericht hier. Nächstes Jahr bin ich auch wieder dabei. Mal sehen, ob wir mit der LG Rückenwind das Ergebnis dann noch toppen können.