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Yaktrax - Schneeketten für die Laufschuhe

Mein erster Lauf "in Ketten"

Angeregt durch den ein oder anderen Ausrutscher auf gefrorenem Geläuf, die ich im letzten Winter erleben durfte, und die zum Glück gänzlich folgenlos blieben, habe ich mich letzten Dezember mit der Anschaffung von Schneeketten für meine Laufschuhe beschäftigt. In Foren und Blogs las ich immer wieder von Yaktrax; hauptsächlich positive Meinungen dazu, aber auch einige negative. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich mir davon nicht selbst ein Bild machen wollte.

Aus diesem Grund habe ich mir, nachdem ich mit Hilfe eines bekannten Bloggers die Frage bezüglich der passenden Größe klären konnte (die Angaben auf der Herstellerseite weichen teilweise recht arg von denen auf Händlerseiten ab), ein paar Yaktrax Walker gegönnt. Für einen ersten Test erschienen mir die vollkommen ausreichend; die Pro- oder Run-Version könnte man sich ja später immer noch zulegen. So der Plan.

Einen Tag nach der Bestellung kam auch schon die Lieferung an. Was noch fehlte war Schnee und Eis. Darauf durfte ich dann erstmal warten, bis in dieser Woche die Temperaturen und das Wetter schneekettentauglich wurden.

Heute war es dann soweit, und die Yaktrax kamen bei einem kleinen Läufchen zwischen Feierabend und Einkaufen erstmalig zum Einsatz. Erstmal lief ich ohne die Ketten los, um überhaupt einen Vergleich mit/ohne machen zu können. Die Schneedecke war noch recht frisch und deshalb mit dem normalen Profil der Laufschuhe ordentlich griffig. Nur die beiden, von den Reifen zahlreicher Autos, die den Wirtschaftsweg verbotenerweise ebenfalls benutzen, bereits festgefahrenen Streifen, waren spiegelglatt und dementsprechend mit Vorsicht zu genießen. Geradeaus kein Problem; in Kurven aber höllisch tückisch.

Ein kurzer Stopp und mit zwei Handgriffen waren die Überzieher übergezogen. Das Handling überzeugt schon mal. Obwohl vorher nicht geübt, ließen sich die Yaktrax problemlos über die Schuhsohlen stülpen. Die Griffigkeit im frischen Schnee auf Asphalt ist mit den Yaktrax auch nicht besser, als ohne. Mehr als "nicht rutschen" geht eben nicht. Bei Schnee auf Eis würde es aber sicher anders aussehen; diese Konstellation hatte ich aber heute nicht zur Verfügung.

Auf den rutschigen Reifenspuren spielen sie ihr Können aber gnadenlos aus; perfekter Grip bei jedem Tempo (im Rahmen meiner Möglichkeiten), auch in Kurven. Perfekt!

Allerdings bemerke ich eine Veränderung des Fußaufsatzes. Irgendwie kommt der Fuß flacher am Boden auf; das Laufen fühlt sich insgesamt etwas "unrund" an. Vielleicht muss man sich aber auch erst einmal an die Dinger gewöhnen.

Mein Fazit nach dem ersten Lauf: Sicher sind die Yaktrax bei Glätte sicherer als die blanken Sohlen. Bei Neuschnee werde ich allerdings auf ihren Einsatz verzichten, denn hier bringen sie meiner Meinung nach keinen echten Vorteil. Trotzdem kann man sie, da sie leicht sind und sich recht klein zusammenfalten lassen, bei jedem Lauf dabeihaben und, falls sich das Geläuf zwischenzeitlich ändert, anziehen. Das Überziehen dauert nur ein paar Sekunden, ein Beinbruch heilt deutlich länger.

Kommentare

Bild des Benutzers midlifecrisis
Hallo Steffen, ich kann die Yaktrax in jedem fAll empfehlen. Am stärksten laufen die sich auf festem Schnee. Dann ist auch das "Unrund-Gefühl" weg, dass auf Asphalt und hartem Eis den Laufgenuss etwas trübt. Nicht zu empfehlen sind die Stahlbewehrten Gummispanner bei Matsch und Pappschnee. Dann bilden sich Klumpen unter der Sohle, die alle paar Meter mit festem Aufstampfen entfernt werden müssen. Du wirst die Teile noch lieben lernen. Und wenn es ohne besser geht, dann lassen die sich auch schnell ausziehen und in der Jackentasche verstauen. Ich habe immer eine kleine Plastiktüte dafür dabei. Viele Grüße Rainer
Bild des Benutzers Lutz Balschuweit
Ja ich bekenne mich auch zum Yaktraxer :!: